Mühsam zusammengespart: Vor allem das Fundraising für Beteiligungen ist derzeit schwierig (© fotolia/hin255)
Mühsam zusammengespart: Vor allem das Fundraising für Beteiligungen ist derzeit schwierig.

Der deutsche Markt für Beteiligungen an Unternehmen ging 2015 um knapp 25 Prozent zurück. Das besagt die Statistik des Bundesverbands Deutscher Kapitalbeteiligungsgesellschaften (BVK).

Deutsche Private-Equity-Firmen haben 2015 5,3 Mrd. Euro in ca. 1.200 Unternehmen investiert. Dabei waren vor allem Beteiligungen an jungen Unternehmen und Start-ups stark: Mit rund 780 Mio. Euro wurde so viel Venture Capital investiert wie seit 2008 nicht mehr, der Vorjahreswert wurde um 16 Prozent übertroffen. Buy-out-Finanzierungen, die meistens im Mittelstand oder bei anderen gewachsenen Unternehmen getätigt werden, sanken um 22 Prozent auf 3,8 Mrd. Euro. Sie waren sogar Schuld daran, dass der Gesamtmarkt für Beteiligungen rückläufig war. Ein Grund dafür könnte sein, dass es wenig lohnenswerte Unternehmen auf dem Markt gibt. „Das Finanzierungsumfeld ist zwar gut, aber die Zahl der Übernahmekandidaten bleibt überschaubar“, so Wilken von Hodenberg, Vorstandssprecher des BVK. Der größte Deal 2015 war der Verkauf der Parfümerie-Kette Douglas an den Investor CVC.


Trotz des guten Venture-Capital-Ergebnisses sieht der zweite Vorstandssprecher Dr. Peter Güllmann dennoch einen Wermutstropfen: „Auch wenn seit 2012 ein leichter Aufwärtstrend in der Start-up-Finanzierung festzustellen ist, benötigen wir bessere Rahmenbedingungen für die Finanzierung junger Unternehmen“, so der Banker, der damit ein viel besungenes Lied wiederholte. Doch bessere steuerliche und rechtliche Rahmenbedingungen bräuchte es auch für Beteiligungen am Mittelstand: Sie sind Schuld daran, dass die Beteiligungsgesellschaften immer schwerer Geld einsammeln. 1,33 Mrd. Euro kamen 2015 zusammen, halb so viel wie 2014. Vor allem Buy-out-Fonds waren mit 1,5 Mrd. Euro rückläufig. www.bvkap.de