Ende der Durststrecke: Das Geschäftsklima hat sich im November erholt.
Ende der Durststrecke: Das Geschäftsklima hat sich im November erholt.

Der Abwärtstrend scheint gestoppt: Nach sechs Rückgängen in Folge konnte der ifo Geschäftsklimaindex im November zum ersten Mal wieder zulegen. Das Stimmungsbarometer stieg von 103,2 auf 104,7 Punkte. 

Vor allem im Großhandel hat sich die Stimmung merklich aufgehellt: Der Index stieg um 6,1 Punkte. Im Einzelhandel halten sich positive und negative Geschäftsbeurteilungen zumindest die Waage. Der Pessimismus für die kommenden Monate hat abgenommen. Größtes Sorgenkind der letzten Monate war das Verarbeitende Gewerbe: Bei ihm sank das Geschäftsklima sechs Mal in Folge, während die anderen  Branchen  zumindest zeitweilig Lichtblicke zu vermelden hatten. Der Saldo aus positiven und negativen Lageurteilen lag zuletzt nur noch bei 1,5 Punkten. Doch die Industrie scheint wieder optimistischer. Ihre Lage beurteilen Sie momentan wieder mit 3,9 Punkten. Auch die Aussichten sind gestiegen.


Zuletzt waren Sorgen laut geworden, die deutsche Wirtschaft sei auf dem Weg in eine Rezession. Im zweiten Quartal war die Wirtschaftsleistung um 0,1 Prozent gesunken, internationale Krisenherde wie die Ukraine verdüsterten die Stimmung. Zuletzt meldete der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbauer einen Rückgang der Exporte nach Russland um 16,4 Prozent seit Beginn des Jahres. Allein von April bis Juni waren es mehr als 20 Prozent. Insgesamt konnte die deutsche Wirtschaft im dritten Quartal jedoch um minimale 0,1 Prozent zulegen. www.cesifo-group.de