„Von nun an geht es schrittweise wieder aufwärts“, erklärte Timo Wollmershäuser, Konjunkturchef am Münchener ifo-Institut bei Vorlage der neuen Prognose zur Konjunktur. Nach seiner Prognose könnte Ende kommenden Jahres das Vorkrisenniveau wieder erreicht sein. Allerdings werde die Zahl der Arbeitslosen auch 2021 deutlich über der des vergangenen Jahres liegen. Das Bruttoinlandsprodukt dürfte nach der ifo-Prognose einem Rückgang im ersten Vierteljahr 2020 in Höhe von 2,2% im zweiten Vierteljahr noch einmal um schätzungsweise 11,9% geschrumpft sein.

Die Konjunktur erholt sich

Durch die großflächige Lockerung der Shutdown-Maßnahmen gelte es als sicher, dass die Talfahrt der Konjunktur gestoppt wurde und die Erholung der wirtschaftlichen Aktivität einsetzte. Bedingt durch die niedrige Produktion an Waren und Dienstleistungen während des Shutdown würden die Zuwachsraten mit 6,9% und 3,8% im dritten und vierten Quartal 2020 kräftig ausfallen. Dennoch werde die Wirtschaftsleistung im Durchschnitt dieses Jahres voraussichtlich um 6,7% niedriger sein als im Jahr 2019. Im kommenden Jahr setzt sich nach ifo-Einschätzung die Erholung fort. Im Jahresdurchschnitt dürfte das Bruttoinlandsprodukt dann um 6,4% wachsen – sofern die Pandemie nicht wieder verstärkt aufflammt.

ifo-Institut sieht leichte Entspannung am Arbeitsmarkt

Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland hat zwar im Juni weiter zugelegt. Allerdings war das Wachstum mit 40.000 neuen Fällen deutlich geringer als befürchtet. Die Schwelle von drei Millionen Arbeitslosen wird noch nicht erreicht. „Wir gehen zurzeit davon aus, dass wir die drei Millionen im Sommer nicht überschreiten“, sagte Scheele. Wie es im Winter weitergeht, müsse man sehen. Aktuell sehe es so aus, als stabilisiere die Lage sich auf niedrigem Niveau.

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