Management (Equity) in Private- Equity- Transaktionen

Finanzinvestoren verfolgen das Ziel, etablierte, cashflow-starke Unternehmen zu erwerben, weiterzuentwickeln und mit Gewinn zu verkaufen. Sie benötigen dazu ein qualifiziertes und hochmotiviertes Management.


„Finanzinvestoren suchen Manager, die neben einer klaren strategischen Sicht vor allem über finanzielle Kennzahlen führen.“


Ein maximales Maß an Transparenz und Kommunikation ist gefordert

#Finanzinvestoren suchen Manager, die neben einer klaren strategischen Sicht vor allem über finanzielle Kennzahlen führen. Dies ergibt sich bereits als Folge der hohen Fremdfinanzierung. Häufig wird in Familienunternehmen, aber auch in Konzernen, eine strittige Diskussion über Unternehmensziele und Unternehmensstrategien vermieden. Genau dies sind aber Anforderungen, die ein Finanzinvestor an seine Manager stellt. Während das operative Management in anderen Situationen häufig nur einen Bruchteil der zur Verfügung stehenden Informationen an die Kontrollgremien weitergibt, ist genau dies bei Finanzinvestoren nicht erwünscht. Ein maximales Maß an Transparenz und Kommunikation ist gefordert. Der Vorteil von Finanzinvestoren liegt insbesondere darin, dass sie eine klare Zielorientierung haben. Während in anderen Eigentümerstrukturen durchaus auch politische Überlegungen eine Rolle spielen können, sind Finanzinvestoren ausschließlich auf die Wertsteigerung des Unternehmens fokussiert. Alle Entscheidungen werden an diesem Prinzip gemessen. Hinzu kommt, dass das Unternehmen immer ein Kernasset des Finanzinvestors ist. Diejenigen Private-Equity-Manager, die die Transaktion durchgeführt haben, sind in einem hohen Maße persönlich daran interessiert und auch incentiviert, das Unternehmen zum Erfolg zu führen. Demnach werden dem Unternehmen und dem Managementteam die volle Aufmerksamkeit und auch die vollen Ressourcen des Finanzinvestors gewidmet. Dies ist insbesondere bei Konzernunternehmen, die nicht mehr zum Kernbereich der Unternehmenstätigkeit gehören, nicht immer der Fall.

FAZIT

Insgesamt ist festzuhalten, dass das Managementteam deutlich kritischer überprüft und herausgefordert wird. Andererseits bestehen aber durch die Professionalisierung der Unternehmenskontrolle und -steuerung sowie durch den Fokus des Finanzinvestors auf das Unternehmen erhebliche Chancen für das Management. Unterlegt mit einer echten Beteiligung am Eigenkapital, wird der Manager zum Unternehmer, dessen Gestaltungsspielraum im Private-Equity-Umfeld regelmäßig zunimmt.


Zu den Personen

Dr. Benedikt Hohaus ist als Partner bei P+P Pöllath + Partners ein erfahrener Transaktionsanwalt (M&A, PE) und auf die rechtliche und steuerliche Beratung bei Managementbeteiligungen, Management Buy-outs beziehungsweise Management Buy-ins spezialisiert.

Prof. Dr. Alexander Götz ist Partner bei der Blättchen & Partner GmbH und auf die ökonomische Beratung von Managementbeteiligungen sowie auf Vorstands- und Top-Managementvergütung spezialisiert.

www.pplaw.com, www.blaettchen.de

Autorenprofil

Dr. Benedikt Hohaus ist als Partner bei P+P Pöllath + Partners ein erfahrener Transaktionsanwalt (M&A, PE) und auf die rechtliche und steuerliche Beratung bei Managementbeteiligungen, Management Buy-outs beziehungsweise Management Buy-ins spezialisiert.

Prof. Dr. Alexander Götz ist Partner bei der Blättchen & Partner GmbH und auf die ökonomische Beratung von Managementbeteiligungen sowie auf Vorstands- und Top-Managementvergütung spezialisiert.

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