Unternehmerstandpunkte

„Unser Ziel ist es, im Industriegeschäft Weltmarktführer zu werden“ (Ausgabe 6/2011)

Interview mit Stephan Jansen, Geschäftsführer, Zentis GmbH & Co. KG

Zentis zählt zu Europas führenden Unternehmen für Fruchtverarbeitung. 1893 von Franz Zentis als Kolonialwarengeschäft in Aachen gegründet, erwirtschaftet Zentis heute mit weltweit 1.985 Mitarbeitern einen Konzernumsatz von über 600 Mio. EUR. Obwohl die Süsswaren und Konfitüren der Marke Zentis eine große Bekanntheit in Deutschland haben, erzielt das Familienunternehmen den Großteil seines Umsatzes im Industriegeschäft mit Groß-Molkereien. Im Interview spricht Geschäftsführer Stephan Jansen über die internationale Expansion, die wichtigsten Zukunftsmärkte für Zentis sowie über die Führung eines Familienunternehmens.

Unternehmeredition: Herr Jansen, wie ist die aktuelle Geschäftsentwicklung? Wie verteilt sich der Umsatz auf das Industrie- und Endverbraucher-Geschäft?
Jansen: 2010 haben wir einen Umsatz in Höhe von 611 Mio. EUR erzielt. Auch 2011 werden wir gegenüber...mehr>



Unternehmer-Dynastien

Gerry Weber International AG (Ausgabe 6/2011)

 

Sicheres Gespür für Mode, Märkte und Marken
Die Ehefrau und die 17-jährige Tochter schauen nur ganz kurz missmutig von ihren Tellern auf. „Ja ja, Gerhard Weber wirst du jetzt portraitieren. Gerhard Werbitte? Is’ ja interessant.“ Doch schnell dreht sich die gespielte Langeweile in größtes Interesse, als im Gespräch klar wird, dass der Gerhard in der Modebranche Gerry heißt und Gerry Weber sowohl für die Tochter als auch die Angetraute ein Top-Label ist. Mit weltweit mehr als 500 Houses of Gerry Weber, über 2.300 Shopflächen und erfolgreichen Marken-Onlineshops ist die Gerry Weber International AG heute eines der bekanntesten und erfolgreichsten deutschen Fashion- und Lifestyleunternehmen.

Global Player aus Ostwestfalen
Auch international gehört Gerry Weber zu den ganz Großen: Mit rund 3.400 Mitarbeitern weltweit setzt Gerry Weber auf internationales...mehr>



Interviews

„Verstärkte Bewegung gen Osten“ (Ausgabe 6/2011)

Interview mit Prof. Dr. Rainer Lindner, Geschäftsführer, Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft

Die Staaten Osteuropas gelten als wichtige Produktionsstätten und Absatzmärkte für deutsche Unternehmen. Im Interview spricht Prof. Lindner über Chancen und Herausforderungen des Mittelstandes, die bedeutendsten Länder sowie die Konjunkturaussichten in Osteuropa.

Unternehmeredition: Herr Prof. Lindner, wie ist der deutsche Mittelstand bisher in Osteuropa aufgestellt? Wo gibt es noch Nachholbedarf?
Lindner: Allein in Russland sind über 6.000 deutsche Firmen vertreten, dabei handelt es sich überwiegend um Mittelständler. Der deutsche Mittelstand hat also die Zeichen der Zeit erkannt, stellt sich international auf und denkt dabei zunehmend über die Grenzen der Europäischen Union hinaus. Probleme haben deutsche Mittelständler insbesondere mit den ungewohnten Strukturen vor Ort. Es gibt rechtliche...mehr>



Leitartikel (Anriss)

Zur Internationalisierung gibt es keine Alternativen (Ausgabe 6/2011)

Wunschzettel an Wirtschaft und Politik

Deutsche Unternehmen profitieren vom starken Wachstum insbesondere in den Schwellenländern. Das wurde erst unlängst vom Institut der deutschen Wirtschaft unter Verweis auf aktuelle Handelsdaten bestätigt. Vor allem die BRIC-Staaten Brasilien, Russland, Indien und China werden als Handelspartner für deutsche Unternehmen immer attraktiver. Gerade deutsche Maschinenbauer und Fahrzeughersteller konnten ihre Marktstellung ausbauen. Rund 21% der russischen Maschinenimporte stammten im vergangenen Jahr aus Deutschland, in China betrug der Anteil etwa 19%. 31% der importierten Autos und Autoteile im Reich der Mitte kommen inzwischen aus Deutschland. Zahlen, die eindrucksvoll belegen, dass deutsche Industrie und Mittelstand auch in der Finanzkrise entscheidenden Anteil an der schnellen Rückkehr der deutschen Wirtschaft auf die vorderen Plätze der weltweiten Exportstatistik haben. Gleichwohl gilt...mehr>



Fallstudien

In Asien einkaufen, weltweit liefern (Ausgabe 6/2011)

Royalbeach Spielwaren & Sportartikel Vertriebs GmbH: Mit frischem Kapital zu neuen Märkten

Ob Trampolin oder Fitnessgeräte, ob Outdoor-Equipment oder Taucherset: Mit ihren Kollektionen für Freizeit und Sport hat sich Royalbeach weit über Deutschland hinaus einen Namen gemacht. Das Unternehmen lässt in Asien produzieren und beliefert europaweit vor allem Supermarktketten und Discounter. Für den nächsten Wachstumsschub soll nun der Markteintritt in den USA sorgen.

Fit für den Export
Das wachsende Interesse an aktiver Freizeitgestaltung hat die nahe Traunstein ansässige Royalbeach frühzeitig erkannt. Vor mehr als zwei Jahrzehnten begann die Firma als Importeur von Sport-, Spiel- und Wasserartikeln, die in Asien produziert wurden. Heute ist das Unternehmen in die gesamte Wertschöpfungskette seiner Kollektionen involviert: von der Produktentwicklung und dem Aufspüren neuer Trends bis hin zu Marketing und...mehr>



Finanzierung

„Für die meisten Mittelständler hat sich die Auslandsinvestition gelohnt“ (Ausgabe 6/2011)

Interview mit Dr. Bernd Laber, Bereichsvorstand Mittelstandsbank International, Commerzbank AG

Die Commerzbank ist mit ihren Filialen, Tochtergesellschaften und Repräsentanzen außerhalb Deutschland mit rund 16.000 Mitarbeitern in 60 Ländern an über 110 Standorten vertreten. Im Interview spricht Dr. Bernd Laber, Bereichsvorstand Mittelstandsbank International, über die chancenreichsten Auslandsmärkte sowie die Finanzierung von Internationalisierungsstrategien im Mittelstand.

Unternehmeredition: Herr Laber, wo sehen Sie derzeit global die chancenreichsten Absatzmärkte bzw. Produktionsstandorte für deutsche Unternehmen?
Laber: Das hängt natürlich sehr stark vom jeweiligen Produkt- und Leistungsangebot eines Unternehmens ab. Generell liegen die attraktivsten Absatzmärkte für den Mittelstand nach wie vor in Westeuropa, darauf entfallen 51% aller Auslandsaktivitäten deutscher...mehr>